Veränderung der Eierstöcke

Home>Gynäkologie>Diagnose>Veränderung der Eierstöcke

Veränderung der Eierstöcke

Zysten

Es gibt verschiedene Ursachen für die Entstehung von Eierstockzysten, abhängig davon, um welche Art Zyste es sich handelt. Dies können hormonelle Schwankungen, eine Hormontherapie, eine Endometriose, Schilddrüsenerkrankungen oder Funktionsstörungen der Nebennierenrinde sein.

Bei den allermeisten Veränderungen am Eierstock handelt es sich um funktionelle Zysten, die meist gutartig sind. Sie sind oft nur wenige Zentimeter groß und bilden sich meist von alleine wieder zurück. Werden die Zysten größer, können sie Druck auf die Nachbarorgane ausüben und dadurch z.B. dumpfe Unterbauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen beim Verkehr oder Stuhlgang und Verstopfung hervorrufen.

Eine Operation wird notwendig, wenn eine Eierstockzyste sich nicht zurückbildet, der Verdacht auf einen bösartigen Tumor besteht oder sich eine Patientin mit einer neuen Zyste in der Postmenopause befindet. Heute wird die Entfernung von Zysten standardmäßig per Laparoskopie (Bauchspiegelung) vorgenommen.

Eileiterschwangerschaft

Zuerst fühlt sich alles wie bei einer normalen Schwangerschaft an. Erste Anzeichen, dass etwas nicht in Ordnung ist, ist oft eine Schmierblutung, verbunden mit Unterbauchschmerzen und allgemeinem Unwohlsein.

Der Verlauf einer Eileiterschwangerschaft kann von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Die Schwangerschaft kann sich leider nicht normal weiterentwickeln. Je früher die Diagnose steht, desto geringer ist die Gefahr von Komplikationen und der Beschädigung oder gar Entfernung der Eileiter. Ist die Eileiterschwangerschaft noch im Frühstadium, kann mit einer Operation – in der Regel endoskopisch – der Eileiter geöffnet und der in der Schleimhaut eingenistete Embryo entfernt werden. Wenn die Diagnose erst sehr spät gestellt wird oder starke Verwachsungen vorliegen, muss der betroffene Eileiter entfernt werden. Häufig kann man ihn jedoch erhalten.

Verschlossene Eileiter

Verschlossene Eileiter sind meistens die Folge einer Unterleibsentzündung. Zwar führt nicht jede Unterleibsentzündung zum Verschluss, Frauen mit häufigen Unterleibsinfektionen haben aber ein erhöhtes Risiko. Am zuverlässigsten stellt man den Verschluss durch eine Laparoskopie (Bauchspiegelung) fest.

Verschlossene Eileiter können auch ein Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch sein. War die Bauchspiegelung erfolgreich, können ca. 1/3 der Frauen nach dem Eingriff schwanger werden.

Die Überprüfung der Durchgängigkeit wird im Rahmen einer Laparoskopie durchgeführt. Über einen Adapter wird eine blaue Farbstofflösung in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Sie fließt durch die Eileiter und ist bei der Bauchspiegelung sichtbar. Dieses Verfahren nennt man Chromopertubation.