Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs

Der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist der dritthäufigste bösartige Tumor der Frau. In den meisten Fällen wird Gebärmutterhalskrebs durch eine Infektion mit Viren (Humanes Papillom-Virus/HPV) ausgelöst. Von diesem Virus existieren hunderte Typen, nur wenige sogenannte high risk-Typen sind aber für fast alle Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich.

HPV wird fast ausschließlich über Geschlechtsverkehr übertragen. Mindestens ein Viertel aller Menschen hat im Laufe seines Lebens eine zumindest kurzfristige Infektion mit einem HP-Virus. Glücklicherweise erkrankt nicht jede Frau, die mit dem Virus infiziert ist, an einem Zervixkarzinom. Ein weiterer Risikofaktor ist das Rauchen. Bestimmte Giftstoffe aus dem Tabak lagern sich im Gewebe des Gebärmutterhalses ab und machen ihn so angreifbarer für Viren.

Die wichtigste Untersuchung ist hier die regelmäßige Krebsvorsorge beim Frauenarzt. Das gilt auch für Frauen, die gegen die wichtigsten Virentypen geimpft sind. Eine Impfung ersetzt nicht die Vorsorgeuntersuchung, sondern ergänzt sie.

Die Behandlung von Gebärmutterhalskrebs hängt hauptsächlich vom Stadium und der Ausbreitung des Zervixkarzinoms ab. Die Heilungschancen stehen besonders bei früher Diagnose sehr gut. Werden nur leichte Zellveränderungen sog. Dysplasien festgestellt, kann ggf. zunächst abgewartet, weil sie sich oft von alleine wieder zurückbilden. Dies kann bei Kontrolluntersuchungen im Rahmen der Sprechstunde überprüft werden.

Wird ein Eingriff bei einer Dysplasie notwendig, wird per Operation dabei so viel Gewebe wie nötig und so wenig wie möglich entfernt. Meist wird dazu ein kegelförmiges Gewebestück von Muttermund und Gebärmutterhals herausgeschnitten (Konisation).

Ist ein Zervixkarzinom nachgewiesen, kann bei bestehendem Kinderwunsch und frühen Tumorstadien ein organerhaltendes Vorgehen (Trachelektomie) gewählt werden. Bei Frauen ohne Kinderwunsch oder mit hohem Rückfallrisiko werden sicherheitshalber die gesamte Gebärmutter und die Beckenlymphknoten entfernt (Hysterektomie).

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