Vulvakrebs

Vulvakrebs ist eine seltene, bösartige Tumorerkrankung der äußeren Geschlechtsorgane der Frau. Die genaue Ursache zur Entstehung eines Vulvakarzinoms ist unklar, zu den Risikofaktoren gehören aber u.a. Infektionen mit dem Humanen Papillom-Virus (HPV).

Vor allem bei jüngeren Frauen scheint HPV eine zentrale Rolle zu spielen. Aber auch andere sexuell übertragbare Infektionen wie z.B. Herpesviren, Chlamydien etc. werden mit dem Vulvakrebs in Verbindung gebracht.

Das häufigste Symptom ist Juckreiz. Dysurie, Brennen, Schmerzen, blutiger Ausfluss oder kleine erhabene (eventuell rote) Verhärtungen oder Flecken, die an Warzen und Narben erinnern, sind weitere Symptome. Jegliche neu aufgetretenen Veränderungen die auch nach einer Salbentherapie nicht verschwinden, sollten auf das Vorliegen einer Vorstufe oder eines Vulvakarzinoms hin untersucht werden.

Häufig ist der Tumor an den kleinen Schamlippen, der Klitoris oder der Harnröhrenöffnung lokalisiert. Die Diagnose ist oft ein Zufallsbefund bei einer frauenärztlichen Untersuchung.

Mittels einer Kolposkopie kann das Areal genauer begutachtet werden und evtl. werden Gewebeproben genommen (Biopsie). In der Regel wird der Tumor operativ mit den Lymphknoten in der Leiste entfernt. Dabei hängt das Ausmaß der Gewebeentfernung vom Krankheitsstadium ab. Häufig kann eine schonende Entfernung des Wächterlymphknotens in der Leiste eine radikale Lymphknotenentfernung ersetzen.

In einigen Fällen wird eine zusätzliche Strahlentherapie empfohlen.

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