TMMR

Die TMMR-Operationstechnik (Totale Mesometriale Resektion) nach Höckel bieten wir unseren Patientinnen mit Zervixkarzinom seit 2010 erfolgreich an. Hierbei handelt es sich um eine Form der radikalen Gebärmutterentfernung (Hysterektomie).

Bei der TMMR wird die entwicklungsgeschichtliche Entstehungsweise von Zellstrukturen berücksichtigt: Ein Tumor des Gebärmutterhalses breitet sich nämlich nicht einfach räumlich aus, sondern bewegt sich innerhalb der Körpergebiete, die sich in der embryonalen Entwicklung aus denselben Zellen gebildet haben. Unmittelbar benachbartes Gewebe wie die Harnblase oder der Darm sind entwicklungsgeschichtlich anders entstanden und werden deshalb erst – wenn überhaupt – sehr spät in Mitleidenschaft gezogen. Somit soll das Rückfallrisiko durch diese Operationstechnik noch weiter minimiert werden.

Bei der Operation wird der festgelegte Gewebebereich vollständig entfernt, ebenso die Lymphknoten des kleinen Beckens. Benachbarte Organstrukturen wie Blase und Darm werden nicht in Mitleidenschaft gezogen, die Operation ist zudem sehr nervenschonend. So kommt es nicht zu sonst üblichen Komplikation wie Blasen- oder Darmentleerungsstörungen.

So hat die Patientin die größtmögliche onkologische Sicherheit – und damit bessere Heilungschancen.